INTERKULTURTAGE 2007:
BILANZ UND PERSPEKTIVE
Wie bilden sich die Kulturen Lateinamerikas heute in unserem Wuppertaler Kulturleben ab? Welche Einflüsse sind spürbar? Wie lassen sich unsere Künstlerinnen und Künstler, wie lassen wir uns selbst von Lateinamerika inspirieren? Um künstlerische Antworten auf diese Fragen ging es vom 12. bis zum 21. Oktober. Zehn Wuppertaler Veranstalter waren bei den Interkulturtagen 2007 partnerschaftlich beteiligt, dreizehn Veranstaltungen fanden mit weit über 1.000 Besucherinnen und Besuchern statt. Was bleibt im Gedächtnis: Ich erinnere mich gern an die fulminanten Veranstaltungen in der Bandfabrik („Na Luta“) oder im Cafe ADA („Encuentros“), an die tiefgründigen Abende im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas („Martin Fierro“ und „The Rough Dancer“), an die einprägsamen Lesungen („Die Oberst hat niemand ...“ und „Die Erde dreht sich zärtlich ...“) oder an die Ausstellung „Infiltración“ in der Galerie Jantzen. Die Interkulturtage haben zur Verständigung beigetragen und sie haben Fragen aufgeworfen, was in der heutigen Zeit Interkultur-Arbeit sein kann und was sie leisten sollte. Mir sind diese Fragen viel wichtiger als alle altbekannten Antworten. Sie spornen an, nach neuen kulturellen Konzepten zu suchen, neue Kontakte zu knüpfen und Bündnisse einzugehen, die nicht sofort auf der Hand liegen.
Der nächste Schritt wird sein, das 'Kommunale Handlungskonzept Interkultur' (Ratsauftrag) gemeinsam mit den wichtigen Weggefährten der Wuppertaler Interkultur-Szene zu erarbeiten. Ich freue mich für das Kulturbüro auf die Zusammenarbeit und wünsche uns allen viel Erfolg und spannende Ergebnisse.
Monika Heigermoser
Kulturbüro der Stadt Wuppertal
